Credonaut

Es ist kalt da draußen, Laika.

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Die kleine Kunstkritikerin

11. Juni 2009 · Keine Kommentare

Er: Papa, Künstler und Blogger.

Sie: Seine Art Directorin. Und seine Tochter. Und vier Jahre alt.

Die ganze Sache geht so: Er fragt sie, was er malen soll, und dann begutachtet sie das Ergebnis seeeeeeeehr kritisch. Dieses Bild hier ist z.B. gnadenlos durchgefallen:

Grund der Ablehnung: “I want a T-Rex!” Unbedingt das ganze Blog anschauen!! Großartig!!

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Auf meinem Nachttisch: Sex God

2. Juni 2009 · Keine Kommentare

Rob Bell: Sex God

Erstens: der beste Buchtitel, den ich seit langem gesehen habe. Musste ich sofort kaufen. Und siehe da: Es ist auch noch ein tolles Buch! Oder wusstet Ihr, dass Sex und Gott genauso viel miteinander zu tun haben wie ein KZ und Lippenstift?! Drei Dinge faszinieren mich an diesem Buch besonders. Zum einen Bells Umgang mit einem heiklen Thema. Dann sein synthetisierender Stil – it’s all tied together. Und schließlich das Design des Buches selbst. [Mehrlesen →]

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Bildschirm: Bryum & Kapok

25. April 2009 · Keine Kommentare

Vimeo ist wirklich eine wunderbare neue Welt! Im Spiegel wurde “YouTubes schöne Schwester” bereits gewürdigt (tolle Video-Links!), und ich kann alle nur ermutigen, sich dort einmal umzuschauen. Achtung: Zeit mitbringen!

Man findet dann bewegte Kleinodien wie dieses hier:

Bryum & Kapok 03: A Lilt from Overture on Vimeo.

Gewissermaßen wie Sigur Rós meets Miyazaki, und alle setzen sich an den Aquarellblock …

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Existential cartoons

23. April 2009 · Keine Kommentare

Auf der Suche nach Cartoons, die unsere wichtigsten Fragen schonungslos beantworten, bin ich hier fündig geworden:

xkcd

Calvin & Hobbes

Wer kennt noch welche?

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Die Zukunft ist da: integrierte Nudelwürstchen!

22. April 2009 · Keine Kommentare

Als Science-Fiction-Lektor habe ich das Privileg, mich sozusagen auf dem Vorderdeck des Zukunftsdampfers zu tummeln. Und just hier, direkt neben dem Ankertau, ist mir folgende visionäre Küchensensation begegnet:

Freaky Food Fun!

Freaky Food Fun!


Ist das nicht toll?!? Das muss ich sofort zu Hause ausprobieren!

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Auf meinem Nachttisch: Retrodesign

21. April 2009 · Keine Kommentare

Das ist ja wohl das Coolste, wo gibt: Ein Buch mit eingebauter Design-Geschichte, Style-Vergleichen und überhaupt jeder Menge Futter für den Gestaltungshungrigen! Wow-Faktor 3000 … Wer schon immer mal wissen wollte, was das Punkige am Punk-Design ist oder wie man dekonstruktivistische Plattencover ausfindig macht, der sollte den stolzen Preis von 89,– Europäern nicht scheuen und sich dieses, nebenbei bemerkt, atemberaubend gestaltete Buch von Achim Böhmer und Sara Hausmann besorgen:

(Kleiner Vergleich: Studiengebühr “Mediengestalter/in” an der Mediadesign Hochschule München: 399,– €. Nur mal so.)

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Einatmen, ausatmen

4. April 2009 · Keine Kommentare

Ein Freund von mir hat mir neulich den Link zu diesem Video gezeigt – ein Film, der mich auf die unterschiedlichsten Weisen gleichzeitig angesprochen hat:

Zum einen ist da der Inhalt: Dass mein Einatmen und Ausatmen eine zutiefst geistliche Dimension hat, ja dass das Wort für Geist selbst eigentlich “Atem” bedeutet, das beeindruckt mich. Jemand spricht über das Atmen, spricht über den Namen Gottes und über unser Leben im Alltag, und schon ist es, als ob eine Tür aufgeht und Licht in meine Existenz fällt, das vorher nur jalousiengestreift durchgedrungen ist.

Es gibt zwei Filme, an die ich die ganze Zeit denken musste, in denen diese Ubahn-Metaphorik auch so atmosphärisch zum Tragen kommt. Der eine ist, glaube ich, Matrix 2. So banal der Film ansonsten ist, aber die Ubahn-Szene war doch eindrücklich: Der Zug meines Lebens fährt an, und die meiste Zeit ist Dunkelheit. Nur manchmal erkenne ich draußen hell erleuchtete Stationen, in denen Menschen ein- und ausgehen, und manchmal setzt sich einer neben mich. Die zentrale Frage aber bleibt die ganze Zeit bestehen: Wohin geht die Reise eigentlich?

Der zweite ist Collateral (der mit Tom Cruise, nicht Collateral Damage mit Arnie). Da ist die Grundnote etwas anders: Ich bin unterwegs mit Leuten, die ich mir nicht aussuchen kann. Aber ich kann entscheiden, ob ich in der richtigen Linie sitze, oder wann ich aussteigen muss.

Bei Bells Video gefällt mir die Unaufgeregtheit. Und die Farbskala. Und die Beleuchtung. Und der Schnitt … Es nimmt der Predigt nichts, sondern gibt ihr noch das gewisse Extra mit, das die Gedanken befeuert, die Rob Bell mit seinen Worten anregt. Ich glaube, ich werde mich morgen in die Ubahn setzen und einfach nur den Leuten beim Atmen zusehen.

Und selber atmen …

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Hartgekochte Einhörner

2. April 2009 · Keine Kommentare

Haruki Murakami zählt zu meinen Lieblingsautoren, ja ich würde ihn sogar ohne zu zögern unter die Top 3 wählen. Warum? Weil Murakamis ruhiger, unaufgeregter Erzählstil Geschichten von solcher Phantastik und Eindringlichkeit transportiert, dass einem beim Lesen alle paar Seiten das Herz kurz aussetzt.

Als Beispiel mögen zwei Passagen gelten, die ich aus meiner aktuellen Murakami-Lektüre »Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt« entnommen habe. Zum Beispiel diese:

Zu Hause räumte ich die Lebensmittel in den Kühlschrank. Das Fleisch und den Fisch wickelte ich in Folie, die Tiefkühlkost legte ich ins Gefrierfach. Das Brot und die Kaffeebohnen fror ich auch ein. Den Tofu legte ich in eine Schüssel mit Wasser. Das Bier stellte ich in den Kühlschrank, das alte Gemüse räumte ich nach vorn. Das Sakko hängte ich in den Schrank, das Spülmittel stellte ich auf das Küchenregal. Danach verstreute ich auf dem Fernseher neben dem Schädel ein paar Büroklammern.
Eine merkwürdige Zusammenstellung.

Oder diese:

Ja, wir alle hatten einen Schatten. Als ich in die Stadt hier kam, musste ich meinen beim Wächter abgeben.
“Damit darfst du die Stadt aber nicht betreten”, sagte der Wächter. “Entweder du verzichtest auf deinen Schatten, oder du kehrst um, eins von beiden.”
Ich verzichtete auf meinen Schatten.

Das Wundervolle an Murakamis Phantastik ist, dass sie einerseits fest in der Wirklichkeit verankert ist – seine Helden haben eine 2-Zimmer-Küche-Bad-Wohnung, meistens einen Job und sind auch sonst durchschnittliche Gegenwartsmenschen. Doch bei Murakami kann hinter jeder Straßenecke das Unerwartete, das Absurde, das Ungeheuerliche warten. Wer garantiert einem schließlich, dass es nicht dort lauert?

Das stellt Murakami als Autor in eine Reihe mit Paul Auster, Jorge Luis Borges oder auch Hayao Miyazaki. Hier ist die Moderne nicht der Kern der Realität, der an seinen Rändern im krisenhaften Geschehen zu bröckeln beginnt. Hier ist die Realität die dünne Haut, die eine schmerzhafte Wunde noch kaum überzogen hat und jederzeit wieder aufreißen kann. Darunter ist das Rohe, das Unmittelbare, das Mythische, das uns nachts einholt wie eine Herde galloppierender Einhörner …

Zusammen mit »Wilde Schafsjagd« und »Kafka am Strand« ist »Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt« mein Murakami-Lieblingsbuch.

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Auf meinem Nachttisch: Hellboy

7. März 2009 · Keine Kommentare

Hellboy Library Edition 1

Es ist ein gewichtiger Schinken: Die »Hellboy – Library Edition 1: Seed of Destruction / Wake the Devil« von Mike Mignola. Und es ist ein Comic, das mich vor allem optisch völlig in seinen Bann gezogen hat. Die harten, linolschnittartigen, mit minimalen Effekten flächig kolorierten Schattenrisse erzeugen eine hypnotische Wirkung ohne Gleichen: [Mehrlesen →]

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Okay, nochmal von vorn!

15. Februar 2009 · Keine Kommentare

Es ist überall, kostet uns 30 Euro im Monat, und unsicher ist es auch noch – das Internet. Angesichts der Conficker-Schlappe sind Forscher in Standford jetzt offenbar dabei, Tabula rasa zu machen und mit dem gehassliebten Internet noch einmal von vorn anzufangen.

Der allgemeine Konsens ist, ein paar Freiheiten abzugeben und dafür ein Netzwerk aufzubauen, das die Sicherheit – im Gegensatz zum Good Old Internet – gleich mit eingebaut hat (Wait a minute, woher kennen wir diese Reaktion?):

What a new Internet might look like is still widely debated, but one alternative would, in effect, create a “gated community” where users would give up their anonymity and certain freedoms in return for safety. (nytimes.com, 14.02.2009)

Außerdem kann man gleich ein paar Features einbauen, mit denen sich das aktuelle Netz noch schwertut. Mobile Web zum Beispiel. Stanford ist insofern die richtige Adresse dafür, als hier bereits die Protokolle und Technologien erfunden wurden, auf denen unser heutiger Datenverkehr beruht.

Bis dahin werden wir uns aber weiterhin auf dem Rücken der alten Suppenschildkröte austoben müssen. Und all das Viehzeugs ertragen, das auf unseren kostbaren Festplatten landet: Würmer, Viren, trojanische Pferde, Schnabeltiere …

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